Lokale Bündnisse für Familie

Logo Lokales Bündnis für FamilieIm Januar 2004 startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Initiative "Lokale Bündnisse für Familie". Ziel war es, Familienfreundlichkeit in der Zusammenarbeit vieler gesellschaftlicher Kräfte vor Ort Realität werden zu lassen.

Lokale Bündnisse vor Ort sollen Ideenschmieden sein und die Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen für die jeweilige Situation vor Ort zu ermöglichen. Durch das Miteinander entstehen dabei neue Sicht- und Herangehensweisen an Themen wie Beruf und Familie, Kinderbetreuung oder Alten- und Familienpflege.

Lokale Bündnisse sind Zusammenschlüsse verschiedener gesellschaftlicher Gruppen.Das kann in Form lockerer Gesprächskreise, fester Arbeitskreise oder eingetragener Vereine erfolgen.

Lokale Bündnisse zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

  • Mehrere rechtlich selbstständige Akteure mit verschiedenen Funktionen, Kulturen und Erscheinungsformen finden sich zusammen.
  • Sie verfolgen das gemeinsame Anliegen der Familienpolitik.
  • Ihre Teilnahme ist freiwillig und basiert auf Eigenmotivation.
  • Das Lokale Bündnisse dient dem Austausch von Infos, als Ideenbörse, als Diskussionsplattform, zur Koordination und als Träger von Aktivitäten.
  • Es ist offen für Veränderung und Innovation.
  • Es ist hinsichtlich Thematik und Orga komplex.

Das Netzwerk kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten bereit zur Kooperation, Offenheit, Verhandlung, Verlässlichkeit und Selbstverpflichtung sind.

Bündnisarbeit ist Projektarbeit. Schon die Gründung und der Aufbau eines lokalen Bündnisses für Familie ist ein Projekt. Zudem können viele der Aktionen und Aktivitäten eines Bündnisses als einzelne Projekte betrachtet werden.

Ziel der Initiative "Lokale Bündnisse für Familie" ist es, dass sich in möglichst vielen Kommunen lokale Bündnisse etablieren, um so mehr Familienfreundlichkeit und ein besseres Klima für Kinder und Eltern zu schaffen.

Ein Lokales Bündnis kann sich auf allen Ebenen engagieren, auf denen die Rahmenbedingungen für Familien verbessert werden können, angefangen von der Kinderbetreuung über neue Arbeitszeitregelungen oder Auflaufstellen für Jugendliche, die Zuflucht und Hilfe brauchen, bis hin zu Angeboten, die pflegende Angehörige entlasten. Es gibt keine inhaltlichen Vorgaben für die Arbeit eines Bündnisses. Entscheidend sind die Bedarfe vor Ort.

 

Informationen zusammengestellt aus:
Servicebüro Lokale Bündnisse für Familie (Hrsg.): Lokale Bündnisse für Familie. Wer, was, wie, warum und wo? Informationen zur Initiative. Bonn 2006.

Servicebüro Lokale Bündnisse für Familie (Hrsg.): Lokale Bündnisse für Familie. Arbeitsbuch zum Aufbau eines Lokalen Bündnisses. Anregungen und Arbeitshilfen zum Aufbau und zur Weiterentwicklung von lokalen Bündnissen für Familie. Berlin o.J.