Mitarbeitende mit Leidenschaft
26.10.2010 12:21
Spiegelbilder vereinbarkeitsorientierter Personalpolitik im Landkreis Mecklenburg-Strelitz
Dass Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz nicht nur wichtig für die Beschäftigten ist, sondern sich auch für den Betrieb auszahlt, haben einige Unternehmen im Landkreis Mecklenburg-Strelitz bereits erkannt. "Wer sich als Unternehmen dieser Aufgabe nicht stellt, hat die Zeit verschlafen" ist sich Frank Schmetzke, Geschäftsführer der Neustrelitzer Stadtwerke, sicher.
Flexible Arbeitszeiten, Arbeiten am Computer von zu Hause, Eltern-Kind-Arbeitszimmer, Sonderurlaub bei Betriebsjubiläen sind nur einige Beispiele dafür, wie man engagierte Mitarbeitende an das Unternehmen binden will. "Denn nur so können wir dem Fach- und Führungskräftemangel erfolgreich begegnen und unseren Wirtschaftsstandort weiter entwickeln", betonte Landrat Heiko Kärger vor den Vertretern von Unternehmen der Region. Gemeinsam mit dem Lokalen Bündnis für Familie Mecklenburg-Strelitz hatte er zu diesem Erfahrungsaustausch eingeladen.
Gute Beispiele, wie auch kleine Unternehmen mit relativ wenig Aufwand familienfreundliche Maßnahmen umsetzten können, sind noch zu wenig bekannt. Mit guten Beispielen, wie der Ausrichtung eines Ferienlagers, konnte Gabriele Leu von Becker-Strelitz-Reisen überzeugen.
Hier setzt das Lokale Bündnis für Familie mit seinem Projekt "Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienleben – Spiegelbilder im Landkreis Mecklenburg-Strelitz" an. "Den Unternehmen eine Plattform des Austausches und Anregungen für weitere Aktivitäten zu bietet" beschreibt Marianne Eichler, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises und Sprecherin des Lokalen Bündnisses dabei das Grundanliegen.
Für das theoretische Rüstzeug sorgten Peter Richter-Rose, Unternehmensberater aus Berlin und Uta Zapke, Diplomkauffrau am Institut für Sozialforschung und Berufliche Weiterbildung Neustrelitz. Sie zeichneten sehr anschaulich das Bild eines Unternehmenshauses mit seinen einzelnen Bausteinen. "Unverzichtbares Fundament ist ein Leitbild, eine vereinbarkeitsorientierte Unternehmensphilosophie und eine Leitung des Hauses, die dafür brennt" ist Peter-Richter Rose überzeugt.
Die Moderatorin der Veranstaltung, Elke-Annette Schmidt von IMPULS MV, stellte die Podiumsdiskussion unter das Thema "Zeiten ändern sich – Ansichten auch".
Dass das nötig ist, zeigten nicht zuletzt die Diskussion und der Ausblick auf weitere Treffen. Als nächste Aktion sind Familientage in Unternehmen geplant. Interessierte Unternehmen können sich dafür anmelden.
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IMPULS MV - Regionalstelle Mecklenburgische Seenplatte
E-Mail: impuls.schmidt@landesfrauenrat-mv.de