Ausweg Quote? MV hat zu wenig Frauen in akademischen Spitzenpositionen
21.02.2011 15:14
Schriftenreihe IMPULS MV informiert über Geschlechterunterschiede an Universitäten und Hochschulen des Landes
Spitzenwissenschaftlerinnen haben es in MV nach wie vor schwer: Nicht einmal jede siebte Professur (15 Prozent) an den Universitäten und Hochschulen unseres Landes ist mit einer Frau besetzt. Bei den hochdotierten W3/C4-Professuren liegt der Frauenanteil sogar nur bei knapp 10 Prozent (Stand: 2008). Damit haben Akademikerinnen in MV nur eingeschränkte Möglichkeiten, Forschung und Lehre mitzugestalten.
Thematisiert wird dieses Problem in Ausgabe 5 der Schriftenreihe IMPULS MV. Unter dem Titel "Berufung: Professorin" präsentiert die Publikation aktuelle Daten und Fakten zu Frauen in Führungspositionen in Wissenschaft und Hochschule in MV.
Die Zahlen zeigen, dass Nachwuchsmangel nicht als Begründung für die Unterrepräsentanz von Frauen in akademischen Spitzenpositionen herhalten kann: Denn 54 Prozent der Hochschulabsolvent/innen im Land sind weiblich. Auch wird fast jede zweite Promotion (46 Prozent) im Land von einer Frau verfasst.
Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass strukturelle Hindernisse im Wissenschaftsbetrieb Frauenkarrieren in Forschung und Lehre erschweren - und so der Wissenschaft und nicht zuletzt auch der Wirtschaft im Land wichtige Potenziale vorenthalten. Mehr weibliche Vorbilder und und eine Quotierung bei Spitzenpositionen könnten hier Auswege aufzeigen. Das verdeutlicht ein Exkurs zur aktuellen Debatte um Frauen in Wissenschafts-Spitzenpositionen.
Abgerundet wird "Berufung: Professorin" durch ein Übersicht wichtiger Bundes- und Landesprojekte zur Förderung von Frauen in wissenschaftlichen Führungspositionen.
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