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IMPULS MV zieht positive Zwischenbilanz

01.06.2011 17:00

Fachtagung Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Impulse für Gleichstellung – Impulse für MV in Schwerin

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Ist der Arbeitsplatz in der neuen Gewerbeansiedlung an der Autobahn für Frauen und Männer gleichermaßen gut erreichbar? Wer trägt in der Familie die Hauptverantwortung für Kinder und pflegebedürftige Angehörige – und was bedeutet das für den Ablauf eines normalen Werktages? Ist es gerechtfertigt, dass die Pflege eines kranken Menschen geringer entlohnt wird als eine Autoreparatur? Warum entscheidet sich fast jedes achte Mädchen in MV für eine Ausbildung zur Verkäuferin, obwohl der Beruf eher schlecht bezahlt wird und kaum Karrieremöglichkeiten bietet?

Schwerin - „Geschlechtergerechte Regionalentwicklung, Personalpolitik, Berufsorientierung: Unsere Regionalstellen für Gleichstellung von Frauen und Männer am Arbeitsmarkt beackern ein weites Feld“, bestätigt Steffi Kühn, Projektleiterin von IMPULS MV. 2009 hatte der Landesfrauenrat MV e.V. als Träger das Projekt aus der Taufe gehoben. Heute (01.06.2011) zog IMPULS MV in Schwerin mit der Fachtagung „Frauen und Männer am Arbeitsmarkt: Impulse für Gleichstellung – Impulse für MV“ eine Zwischenbilanz seiner Tätigkeit.

„Die Frauen bei uns im Land sind überwiegend gut qualifiziert, ihr Erwerbspotenzial aber wird längst noch nicht in vollem Umfang genutzt. Das kann sich Mecklenburg-Vorpommern angesichts von demografischem Wandel und anhaltender Abwanderung vor allem junger Menschen nicht mehr leisten“, erläutert Kühn die gegenwärtige Arbeitsmarktsituation.

Kühn und ihre Kolleg/innen in den Regionalstellen für Gleichstellung sind sich einig, dass eine Chancengleichheit von Frauen und Männern im Erwerbsleben nicht heute oder morgen erreichbar sei. Schließlich, betont Kühn, gleiche das einer kulturellen Revolution: „Bei unserer Arbeit geht es auch darum, jahrhundertalte Rollenklischees zu reflektieren und zu überwinden. Das ist ein langwieriger Prozess. Besonders freuen wir uns deshalb über die Verlängerung unserer Projektlaufzeit bis 2013.“ Einen entsprechenden Förderbescheid hatte die Parlamentarische Staatsekretärin für Frauen und Gleichstellung MV, Dr. Margret Seemann, am Mittwoch in Schwerin übergeben.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern verfolge die Gleichstellung der Geschlechter im Erwerbsleben als ein Querschnittsziel und habe diese Strategie in seinen Programmen fest verankert, erklärt Kühn. Die Umsetzung der abstrakten Aufgabe in der Praxis erfordere aber viel Wissen über die Lebens- und Arbeitssituation von Frauen und Männern. Darüber hinaus brauche es Kreativität und ausgeprägte Gender-Fachkompetenz, um konkrete und nachhaltige Handlungsansätze für mehr Chancengleichheit vor Ort zu entwickeln.

„Unser Erfolg zeigt uns, dass die Mitarbeiter/innen von IMPULS MV als Gleichstellungsexpertinnen in den Regionen gebraucht werden und anerkannt sind“, meint Kühn. „Ich bin überzeugt, dass Gleichstellung am Arbeitsmarkt nur gemeinsam mit möglichst vielen Akteur/innen aus Unternehmen, Verwaltungen und Politik sowie mit Projektträgern gemeinsam erreicht werden kann.“

Das gelte auf regionaler, aber auch auf Landesebene, Kühn weiter. Sehr wertvoll für die Arbeit von IMPULS MV sei deshalb die große Unterstützung, die das Projekt von Beginn an durch das Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern und das Büro der Parlamentarischen Staatsekretärin für Frauen und Gleichstellung erhalten habe und erhalte.

Über IMPULS MV

IMPULS MV ist die Fachstelle des Landesfrauenrates Mecklenburg-Vorpommern e.V. für Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt. Arbeitsschwerpunkte von IMPULS MV sind die Themenkomplexe Geschlechtersensible Personalpolitik und Unternehmenskultur, Geschlechtergerechte Regionalentwicklung, Berufsfrühorientierung und berufsbezogene Bildung sowie Integration in den Arbeitsmarkt. In diesem Zusammenhang bearbeitet IMPULS MV u.a. Fragen zur Mobilität im ländlichen Raum, zur geschlechtersensiblen Berufsorientierung von Mädchen und Jungen, zu Frauen in Führungspositionen sowie zur Unternehmensnachfolge durch Frauen.

Um regionalspezifische Strategien für eine nachhaltige Verbesserung der Erwerbssituation insbesondere von Frauen entwickeln und umsetzen zu können, kooperieren die insgesamt fünf Regionalstellen von IMPULS MV in Anklam, Rostock, Schwerin, Stralsund und Waren(Müritz) mit Projektträgern,Unternehmen und Verwaltungen sowie mit Vertreter/innen aus Politik, Fachgremien und Netzwerken. Außerdem informiert die Fachstelle in ihrer Schriftenreihe IMPULS MV regelmäßig über geschlechterdifferenzierte Daten, Fakten und Hintergründe zur Erwerbssituation von Frauen und Männern in Mecklenburg-Vorpommern.

Seit Januar 2011 nimmt IMPULS MV auch die Aufgaben einer Servicestelle für die Lokalen Bündnisse für Familie in Mecklenburg-Vorpommern wahr.

IMPULS MV wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Mecklenburg-Vorpommern gefördert. Die Fachaufsicht obliegt dem Ministerium für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Voprommern.

Mehr Informationen

Fachtagung Frauen und Männer im Erwerbsleben: Impulse für Gleichstellung - Impulse für MV (01.06.2011)

Kontakt für Rückfragen

Geschäftsführung Landesfrauenrat MV e.V.
Dr. Renate Hill
Fon: 0381-490 24 42
info@landesfrauenrat-mv.de

Projektleitung IMPULS MV
Steffi Kühn
Fon: 0381-46139760
Mobil: 0151-25235240
impuls.kuehn@landesfrauenrat-mv.de

Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit IMPULS MV
Wera Pretzsch
Fon: 0385-55585963
Mobil: 0151-22278826
impuls.presse@landesfrauenrat-mv.de

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