Regional-Workshop thematisierte Mobilität in der Modellregion Stettiner Haff
08.09.2011 10:00
Auftakt für Erarbeitung des „Masterplans Daseinsvorsorge-Mobilität“
Lubmin - Zu einem gemeinsamen Workshop zum Thema Mobilität und Gleichstellung in der Modellregion Stettiner Haff hatten IMPULS MV - Regionalstelle Vorpommern und der Regionalkoordinator der Modellregion Stettiner Haff, Herr Carsten Berkenhagen, am 7. September 2011 nach Lubmin eingeladen.
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Vertreterinnen der Kreis-Llandfrauenverbände der Modellregion Stettiner Haff, die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Arbeitsagentur Stralsund, des Jobcenters Uecker-Randow, der Sozialagentur Ostvorpommern sowie ein Projektverantwortlicher aus dem Landesintegrationsprojekt Pharao folgten der Einladung.
Gemeinsam gingen sie der Frage nach, was ist an Infrastruktur notwendig ist, um in der Modellregion Stettiner Haff in Kombination verschiedenster Mobilitätsalternativen ein bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot vorzuhalten. Dabei wurde insbesondere der Blick auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern im Erwerbsleben gerichtet.
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Im ersten Teil des Workshops gab es Inputs zum Einstieg in die Thematik. Heidemarie Müller von IMPULS MV erläuterte die Arbeitsweise der Regionalstellen.
Der Regionalkoordinator der Modellregion Stettiner Haff, Carsten Berkenhagen, machte Ausführungen zur Zielstellung der Regionalen Entwicklungs-und Stabilisierungsinitiative (RESI). Im Vordergrund stünde das Bestreben, die Selbstheilungsprozesse der Region weiter zu aktivieren, Potenziale der Region besser aufzuspüren und nutzbarer zu machen. Ideen sollen dabei durch die Ideengeber selbst mit der aktiven Unterstützung des Landkreis Vorpommern-Greifswald umgesetzt werden. Für den Masterplan Daseinsvorsorge seien außerdem weitere Themen anzugehen. Der Workshop „Gleichstellung und Mobilität im ländlichen Raum gestalten“ wurde dabei als Start des Erarbeitungsprozesses für das Thema Mobilität angesehen.
Frau Dr. Neugebauer vom Regionalen Planungsverband Vorpommern ging insbesondere auf eine Hauptaufgabe des Planungsverbandes ein, die darin besteht, an der Aufstellung der Ziele der Raumordnung und Landesplanung im Landesraumentwicklungsprogramm mitzuwirken und zugleich auf deren Verwirklichung hinzuwirken. Eines der Ziele ist es u.a., die Erreichbarkeit der touristischen, kulturellen, medizinischen, sozialen und Bildungsangebote sowie der Arbeitsstätten in den zentralen Orten sicherzustellen und allen Teilen der Bevölkerung durch ein ausreichendes Mobilitätsangebot die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Sie informierte darüber, dass der Planungsverband eine Studie in Auftrag gegeben habe, die für die Erstellung eines neuen Nahverkehrsplanes für den Landkreis Vorpommern-Greifswald von Bedeutung sein wird. Explizit rückt das Ziel einer besseren Verknüpfung mit den Nachbarräumen dabei in den Mittelpunkt.
Die Leiterin der Fachgruppe Regionalentwicklung bei IMPULS MV, Elke-Annette Schmidt, berichtete über die Ergebnisse einer Befragung Mobilität in ländlichen Räumen als Voraussetzung zur Teilhabe von Frauen und Männern am Erwerbsleben in MV, die auf der Fachtagung am 04. April 2011 in Schwerin vorgestellt wurden.
Die Beiträge bildeten einen guten Einstieg für den moderierten Arbeitskreis durch Dr. Ute Fischer-Gäde von der Universität Rostock. Es wurden Bedarfe, Defizite und Lösungsansätze herausgearbeitet sowie neue Denkanstöße gegeben. Übereinstimmend äußerten die Teilnehmenden, dass alternative Mobilitätsangebote befördert und weiterentwickelt werden müssen. Dazu bedürfe es einer Koordinierung bzw. einer Info-Mobilitätszentrale für den Alltagsverkehr. Denkbar wäre eine Kommunikationsplattform für alle Angebote. Aber auch die Unternehmen seien stärker gefragt, Arbeitgeberverbünde für Mobilität zu entwicklen, betriebliche Fahrdienste einzurichten und flexiblere Arbeitszeiten zu ermöglichen. Die Teilnehmenden wurden für das Thema weiter sensibilisiert. Es hat sich jedoch herauskristallisiert, dass es schwierig ist, das Thema in seiner Umsetzung und Herangehensweise auf regionaler Ebene anzufassen. In Folgeveranstaltungen sind Teilräume auszuwählen, die repräsentativ auch für andere sind.
Bereits im November wird es einen weiteren Workshop im ehemaligen Landkreis Uecker-Randow geben. Die Erarbeitung einer Studie zu Wirtschaftlichkeitsmodellen für mobilitätsunterstützende Angebote in Trägerschaft des LandFrauenverbandes MV e.V. unter starker Einbindung von Unternehmen wird derzeit diskutiert. In Erwägung wird eine Fördermöglichkeit über Leader gezogen. Ein erstes Gespräch gab es bereits dazu.
Kontakt für Rückfragen:
IMPULS MV - Regionalstelle Vorpommern
Heidemarie Müller
Mühlenstraße 8
17389 Anklam
Fon: 03971-2935194
Mobil: 0171-6363896
impuls.mueller@landesfrauenrat-mv.de
Carsten Berkenhagen
Regionalkoordinator für die Modellregion Stettiner-Haff
An der Kürassierkaserne 9
17309 Pasewalk
Fon: 03973 – 255 303
c.berkenhagen@lkuer.de










