Regionalkonferenz zu "STÄRKEN vor Ort" befasst sich mit Gender Mainstreaming
10.11.2010 16:57
Gute Resonanz auf Beitrag der IMPULS- Regionalstelle Westmecklenburg
Der Saal des Kreistages in Ludwigslust war gut gefüllt: Rund 70 Mikroprojetkträger und regionale Akteur/innen informierten sich am 09.11.2010 bei der ersten Regionalkonferenz zum Förderprogramm "STÄRKEN vor Ort" im Landkreis Ludwigslust unter anderem darüber, wie das Querschnittsziel Gleichstellung im Projektalltag umgesetzt werden kann.
"Ich freue mich besonders über das positive Feedback vieler Konferenzteilnehmer/innen zum Beitrag unserer Regionalstelle", betonte IMPULS-Mitarbeiterin Sabine Klemm nach der Veranstaltung. So hätten mehrere Teilnehmer/innen gesagt, dass ihnen trotz früherer Fortbildungen oder Vorträge heute das erste Mal verständlich geworden sei, "was Gender Mainstreaming eigentlich ist und dass das wirklich Sinn macht", so Klemm.
In ihrem Vortrag hatte Klemm erläutert, Gender Mainstreaming bedeute, dass sich der "Geschlechterblick" wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt ziehen müsse - von der Bedarfsanalyse, über die Durchführung bis hin zu Fragen der Nachhaltigkeit. Dabei sei es egal, ob das Vorhaben besonders Frauen stärken oder ein anderes Ziel verfolgen wolle.
Als ein besonders wirkungsvolles Hilfsmittel empfahl Klemm die sogenannte "Genderbrille": Sie zu tragen, bedeute, sich immer und bei allen Aktivitäten zu fragen, wie diese sich jeweils auf Frauen und Männer auswirkten und ob ein Zuwachs an Gleichstellung erreicht werden könne. Ein Blick durch die "Genderbrille" erleichtere es, wirkliche und vermeintliche Geschlechterunterschiede zu erkennen und der versehentlichen Reproduktion von Geschlechterstereotypen vorzubeugen.
Mehr Informationen:
"STÄRKEN vor Ort" im Landkreis Ludwigslust
Downloads:
Folien zum Vortrag von Sabine Klemm am 09.11.2010
Praxisleitfaden "Projekte geschlechtergerecht planen und durchführen"