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Integration statt Fachkräftemangel?

15.09.2011 07:48

Westmecklenburger Unternehmer/innen diskutierten in Parchim über Chancen und Schwierigkeiten bei der Erschließung neuer Personalressourcen in der Region

Knapp 30 Unternehmen kamen im September zum Arbeitskreis Strategische PersonalpolitikParchim - Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, bislang wenig beachtete Personalressourcen - z.B. unter den Langzeit-Erwerbslosen, Geringqualifizierten, Alleinerziehenden, Teilzeitbeschäftigten oder Menschen mit Behinderung - zu identifizieren und zu erschließen. Knapp 30 Westmecklenburger Unternehmer/innen diskutierten beim Unternehmer/innen-Frühstück des Arbeitskreises Strategische Personalpolitik am 14. September in den Lewitzwerkstätten in Parchim über Chancen, Erfahrungen und Schwierigkeiten.

Dirk Heyden (Bundesagentur für Arbeit Schwerin - VG) erläutert die Strategie der Arbeitsagentur gegen den FachkräftemangelHerr Dirk Heyden (Vorsitzender der Geschäftsführung des Agentur für Arbeit Schwerin) erläuterte eingangs die Strategie der Agentur für Arbeit gegen den Fachkräftemangel. Wichtige Handlungsfelder seien die quantitative Reduzierung der Schul-, Ausbildungs- und Studienabbrüche, eine stärkere Erwerbspartizipation von Frauen und Älteren, die Steigerung des Arbeitszeitvolumens Teilzeitbeschäftiger sowie Ausbildung und Qualifizierung. Eine besondere Herausforderung für Westmecklenburg bestehe in der Integration langzeitarbeitsloser Alleinerziehender in den Arbeitsmarkt.

Blick in den VeranstaltungsraumWera Pretzsch (IMPULS MV - Regionalstelle Westmecklenburg) präsentierte anschließend aktuelle Zahlen zum Thema und zeigte Handlungsfelder für Unternehmen auf. Marlies Reiher (Beauftragte für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Schwerin) erläuterte unternehmensrelevante Veränderungen der Förderlanschaft im Rahmen der Arbeitsmarkt-Instrumentenreform 2012. Monika Müller-Langenbrunner (Agentur der Wirtschaft) stellte das Projekt Prodomo zur Entwicklung von Führungskräftekompetenzen weiblicher Beschäftigter vor. Sie informierte außerdem über wichtige Fördermöglichkeiten für betriebliche Weiterbildungen.

Werner Röpert (BVMW) und Moderatorin Margit LemkeIn der Diskussion erörterten die anwesenden Unternehmer/innen Schwierigkeiten und Unterstützungsbedarfe bei der Integration von Fach- und Arbeitskräftepotenzialen bzw. bei der Qualifizierung Beschäftigter. Dabei konzentrierten sie sich auf die Zielgruppen Schulabsolvent/innen, junge Fachkräfte, Rückkehrer/innen und ältere Beschäftigte sowie die Handlungsfelder Qualifizierung/Quereinstieg bzw. Vereinbarkeit von Erwerbs- und Privatleben. Diskutiert wurde dabei u.a. über alternative Arbeitszeitmodelle, die auch Alleinerziehenden eine stärkere Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen, über Anreize für Rückkehrer/innen und über die Bedeutung einer guten Unternehmenskultur als wichtigem Bindefaktor für Arbeits- und Fachkräfte.

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